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Let somebody leaving free, for everybody needs calmness and time to see the world in his own way.
"Rosarotsehen ist ein musisches Talent."
"Ich sehe die größte Gefahr eigentlich im Pessimismus, das heißt in dem dauernden Versuch, den jungen Menschen zu sagen,
daß sie in einer schlechten Welt leben. Das sehe ich als die größte Gefahr unserer Zeit, größer noch als die Atombomben."
- Karl Popper
das war der 21. 10. '09:
morgens früh, Viertel vor acht: Rauhreif ...
... und Nebel ...
... und Bongo, das Erdferkel, beim Ausgraben eines Hamstervorrats ...
... und das ist eine Goldene Acht - Colias hyale - endlich habe ich doch noch Glück gehabt. :-)

Ich weiß, heute ist bereits der 23. Oktober und ich hänge mit der Bildbearbeitung hoffnungslos hinterher, aber täglich mehrfache Spaziergänge bringen Mengen an Fotos mehr mit sich - mittlerweile lasse ich oft die Kamera daheim, aber dann bereue ich es jedesmal ... nicht nur, weil Erdferkel Bongo wieder mal urkomisch aussieht, sondern weil die Natur zwischen Morgenfrost und Nachmittagswärme immer wieder anders aussieht.
Außerdem - habe ich das schon mal erwähnt? - sind dies die letzten Herbstfotos, die ich hier mache. Im kommenden Herbst fotografiere ich das niedersächsische Wendland, da wird der Kontrast zu Rainbows und Tinas Bildern weniger krass sein, und ich fange zur gleichen Zeit an zu frieren, wie ihr. ^^
I know, I am late with doing my pictures, but there are so many, since I have to walk a lot with the Bongo-dog - and each time, I left the camera at home, I had to regret, because of nature's changes between morning cold and afternoon's warmth and also Bongo's funny looks.
Did I already mention: this year's autumn-pictures will be the last from this austrian place, because next autumn, I will take photographs from my new old home in Lower Saxony, moving back.
Just borrowed the cap of my teenage son - need to buy me some of my own: suddenly, it is cold, wet and stormy weather, and never a promenade with Bongo-dog ends up dry and clean.

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der man beim Anblick
eines schönen großen Holzstapels nicht mehr daran denkt,
dahinter im kühlen Schatten sitzen zu können, sondern:
wie gut es wäre, damit ein wärmendes Feuer zu machen.
In der vergangenen Woche hatten wir noch T-Shirt-Wetter mit + 28°C , heute nur noch + 8°C, ...
... die Trauben sind beinahe überall abgeerntet, der schönste, der ganz besondere, sonnige, libellenschwirrende Teil vom burgenländischen Herbst ist vorüber.
Überall stehen seit gestern Nacht riesige Pfützen, endlich sind die Starenerschreck-Anlagen ausgestellt und der nervige Tiefflieger mit seinem Sportflugzeug, den die Weinbauern alljährlich zum Verscheuchen der Vogelschwärme engagieren ist weg.
Die Vögel singen nicht, die Libellen surren nicht, die Traktoren haben die Feldarbeit beendet und heute ist es nichts als nass, dämmerig und leise -
... bis wieder zankende Fasanenhähne aus dem Gebüsch gerannt kommen und ich über Bongos komisches Gestell laut lachen muß, wenn er versucht, sein Bein zu heben um Bäume anzupieseln. ^^ (nein, davon gibt's bisher keine Fotos.)
... und ziemlich viel laufen - so sehen zur Zeit die Tage aus. Weil mein voriger Hund bei mir mit über 14 Jahren sehr alt und ruhig geworden war, hatte ich über die hundelosen Jahre inzwischen völlig vergessen, mit welcher Begeisterung ein jüngerer Hund alles, wirklich alles tut - sogar das Sich-müde-Hinwerfen. Ich versteh's und mache es auch so.
Since my last old dog was very calm, I had forgotten the enthusiasm, a younger dog does everything with: even dropping down tired after a long walk through the vineyards. So do I. ^^
"Ihr kommt dem Ziel immer näher" - heute früh so an einem Walnussbaum gefunden.
This must be a fortune tree: "You are successfully approaching to your destination!"
The Amazing* Bongo's magic trick with a sesame-bun:
... und nun warten wir, ob daraus ein Sesambrötchenbaum wird. / Will we have a sesame-bun tree next year?
das ist schön stink- äh: leckerer Trocken-Anchovis, den es zur Belohnung gibt, wenn Bongo beispielsweise die Salbe hat auf das Auge auftragen lassen; aber ausgerechnet heute - am 3. Tag - hat der zum ersten Mal richtig Schelte eingebracht hat, wegen Pfoten auf Küchenarbeitsplatte zwecks Selbstbedienung. Super-Bongo - doch ganz normal: überhaupt - heute ist er so ganz anders als ruhig aufgelegt, anscheinend fühlt er sich wohl.
For dried anchovis, thought as a treat for letting me applicate his eye-ointment, Bongo forgot his good manners and becomes a pirate. So he's a normal boy after all.
One of the next year spring's butterflies:
Foto von heute, Extra-Grüsse für Rainbow :-))))
Raupe vom Großen Kohlweißling / Large White (Pieris brassicae) überwintert als Puppe / over-winters as a chrysalis.
Bongo  ist da! Wir konnten ihn sogar schon etwas früher abholen, weil die Reise von Bosnien nach Wien so glatt verlaufen war. Treffpunkt war in einem kleinen Park, damit die mitgebrachten Hunde sich bewegen konnten; da wir etwa eine Stunden Anfahrtzeit benötigten, konnten wir nach Erledigung der Formalitäten auch gleich wieder mit dem Hund heimfahren. Die erste potentielle Hürde: wie benimmt er sich im Auto? Er wird ein Autoliebhaber, glaube ich. Beim Einsteigen hat man helfen müssen, da wußte er anscheinend nicht so recht, was von ihm erwartet wurde, dann hat er sich aber gleich hingesetzt und abwechselnd rausgeguckt und auch gelegen - nur zweimal auf den ca. 70 km mußte er ermahnt werden, daß er hinten bleiben muß; er war weder nervös noch zappelig. Bis wir zuhause waren, war es dunkel. An der Leine machten wir einen ersten Rundgang durch Haus und Garten, dann durfte er ohne Leine gehen. Ich bin so froh, daß wir uns auf dieses "Blind Date" engelassen haben. Jetzt liegt er neben meinen Füßen und schläft und träumt.  Sein Benehmen im Haus ist bisher tadellos. Weder springt er aufs Sofa, noch bettelt er, wenn jemand ißt ... - was man eigentlich erwarten mußte. Er kommt, wenn man ihn ruft, und um sich zum Gassigehen die Leine anlegen zu lassen und geht an der Leine so gut, als wäre er schon älter als 6 Monate. Es ist kaum zu glauben daß er ein Streuner gewesen sein soll. Natürlich ist nicht alles perfekt: auf dem linken Auge hat er wahrscheinlich vor längerem eine Verletzung abbekommen, wegen der er eventuell dort weniger gut sieht. Und er braucht morgen eine Dusche. 

Bongo im Garten ...
... beim Rundgang durch das Haus ...
... mittendrin ist es am besten.
He is absolutely fine :-)))) I am so happy we did this "blind date", because he is not shy, not nervous and behaves so well, it is hard to believe, he wasn't a happy dog in a happy home before. He walks on the dog leash as if he was much older than 6month, didn't try to jump on the sofa, didn't beg, when someone was eating .... no, not all is perfect: there must have happened an accident to his left eye once. And he needs a shower tomorrow ... At the moment, he is sleeping beneath my feet, dreaming 
... waiting for:
Bongo.
Am Sonntagabend ist es aus mit der Ruhe im Garten, dann können wir unseren Junghund bei der Tierschutzorganisation ACA in Wien abholen, einen 6 Monate jungen Mischlingsrüden aus Bosnien. Ich freue mich schon riesig darauf, endlich wieder einen Hund zu haben! Vermutlich werde ich ein paar Tage sehr damit beschäftigt sein, das Findelkind einzugewöhnen und nicht ganz so üppig herumspacen können wie sonst.
I feel so happy, because I missed to have a dog around for several years. Six month-old Bongo will arrive on Sunday evening from Bosnia, so the next days I will be busy with familiarizing him.
der letzte sommerliche Sonntagnachmittag in diesem Jahr - nun steht "Herbst" im Kalender:
- Musik von Bruce De Boer "The Girl With The Golden Hair"
mich hat das schlichte Lied der argentinischen Sängerin berührt, als ich es hörte, also wurde spontan ein Video daraus:
I dont't know the name, the artist Christine Müller gave her scupture, but for myself, I would name it "time".
Das ist eine von Christine Müller's Skulpturen am Prater-Rondeau; ich weiß nicht, wie die Künstlerin die Plastik tatsächlich benannt hat, für mich nenne ich sie "die Zeit".
Fünf Nasen fünf Münder, fünf Augen: zusammen drei Augenpaare betrachten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, richten einen Blick voraus und einen zurück - das sehende Auge gehört sowohl zum vorherigen als auch zum nächsten Gesicht: wir verbringen unsere gegenwärtige Zeit zugleich in Erinnerung und der aus der Erfahrung resultierenden Erwartung und formen damit unser Jetzt und Überhaupt.
The soul has that measureless pride which consists in never acknowledging any lessons but its own. But it has sympathy as measureless as its pride and the one balances the other and neither can stretch too far while it stretches in company with the other. > Walt Whitman Leaves of Grass (1855)
Die Seele hat jenen maßlosen Eigenwillen, keine anderen Lektionen zu lernen als ihre eigenen, weil aber ihr Mitgefühl ebenso groß und unergründlich ist, gleichen die beiden einander aus und keines kann sich ausdehnen ohne daß das andere mitwächst. (- das ist nicht wörtlich übersetzt., aber mir gefällt es so.)
So geht es vermutlich anderen auch immer häufiger: da sind Profile im Netzwerk auf einmal bloß noch graue Männchen, und anstelle von Namen stehen da nur noch undefinierbare Punkte oder "no name"- Bezeichnungen, oder es sind zwar noch Bilder und Namen da, allerdings nur, weil derjenige einfach lustlos alles stehen- und liegen gelassen hat: der eine ist herausgewachsen, der andere im brasilianischen Urwald veschwunden, der Dritte ist Pinguin geworden und bloggt jetzt woanders, die Vierte ist einfach seit Monaten schon weg ... und so weiter.
Bei über 100 Bildchen im Netzwerk-Kasten sind trotzdem nur zwei Handvoll einigermaßen aktiv - sei es, weil die anderen keine Lust mehr auf die Spaces haben, oder weniger Zeit, oder weil sie meinen Space dann doch nicht so interessant finden ... zugegeben: letzteres geht mir bei manchen auch so, aber wenn sie meinen Space besuchen mögen, dann stört mich das weniger, daß ich meinerseits dort wenige Aktualisierungen zu sehen bekomme, die ich unbedingt näher ansehen möchte. Bloß, wenn es über ein Dreivierteljahr gar keine Updates irgendeiner Art gibt - da ist doch kein Leben mehr drin?
Jaja, ich ringe schon wieder mit meinem schlechten Gewissen, weil Rauslöschen so unnett ist.
Wenn ich in meinem eignen Netzwerk so ein "loses Ende" entdecke, rege ich mich allerdings auch nicht auf und nehme es nicht als Anlass zu Selbstzweifeln.
Bei ganz wenigen schreibe ich vielleicht sogar noch nen Zweizeiler, um zu sehen, ob da noch darauf reagiert wird, aber das Gros hat sich stillschweigend zurückgezogen und braucht darum auch nicht mehr Aufhebens zu erwarten.
Daß ich jemanden aus Gnatz rausgeworfen habe ist schon sehr lang her. Manchmal hat derjenige noch beleidigt nachgemault, manchmal hatten wir uns nachher auch wieder lieb. ^^
Aber wenn sich diesmal jemand "draußen" finden sollte: es war nichts weiter als neutral gemeint - kannst gern wiederkommen, okay?
Mein "Spaces-Staubsauger" wird sicher noch mehr leblose Profile vom Netzwerk schlucken, aber zwischendurch wollte ich mir einfach mal Luft gemacht haben, weil ich nämlich so ein Zapferl bin.
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